Informationen zur Region

Die Region Mosel-Saar Ruwer

Das Gebiet Mosel-Saar-Ruwer ist nach Rheinhessen, Rheinpfalz und Baden das viertgrößte Weinbaugebiet Deutschlands und weltgrößtes geschlossenes Anbaugebiet der Rieslingtraube.
Das Gebiet der Obermosel reicht von der Landesgrenze bis zur Mündung der Saar oberhalb von Trier, daran gliedert sich die Mittelmosel, die sich bis nach Briedel erstreckt, an. Die sich dann folgende Untermosel reicht schließlich bis zu ihrer Mündung in Koblenz.Dieses Gebiet prägte zusammen mit den Nebenflüssen Saar und Ruwer den heute sehr an Bedeutung gewinnenden Namen "Mosel-Saar-Ruwer".

Typisch für das Weibaugebiet Mosel-Saar-Ruwer sind die Steillagen, die eine Neigung von bis fast 70% aufweisen können. In mühsehliger Handarbeit werden auch heute noch die Arbeiten in den Weinbergen erledigt.
Vorrangig wird heute die Rieslingrebe angebaut. Darüber hinaus werden noch in einigen Teilen vorrangig Müller-Thurgau und Elbling geerntet.

Durch die Vorzüge des Gebiets haben sich besonders an der Mittelmosel weltberühmte Lagen herausgebildet.
Beschrieben wird der hier geerntete Wein oft mit Eigenschaften wie Spritzigkeit, Leichtigkeit und die kernige Art. Aus dem Wettbewerb mit den nationalen und internationalen Weinen heben sich die Mosel-Saar-Ruwer Erzeugnisse besonders durch ihre gebietsspezischen Eigenschaften ab, wie die erfrischende Fruchtsäure und den einzigartigen "Schiefergeschmack", der diesen Wein zu einer unvergleichlichen Spezialität unter den Weißweinen hat werden lassen.

Der Weinort Zell-Mosel

Der Stadt Zell, im Kreis Cochem-Zell gelegen, gehören 4495 ha Land an von dem 427 ha als Weinbaufläche genutzt werden.Darüberhinaus zählt die Stadt stolze 4910 Einwohner.
Als Stadtteile gehören die ehemals selbstständigen Gemeinden Kaimt und Merl zu Zell, sowie das Neubaugebiet Barl als auch der Vorort Corray, der heute nahtlos mit der Stadt verschmolzen ist.

Ihren Ursprung hat die Stadt Zell ( von Cella) im römischen Reich. Wie schon vorher lange vermutet gab es erst 1978 erste Beweise für die Entstehung der Stadt. Eine Badeanlage sowie Straßenstücke und Siedlungsgemäuer zeugen vom Ursprung Zells, das damals als wichtige Hafensiedlung an der Verbindungsstraße Wittlich-Simmern lag.
In der weiteren Entwicklung erlangte Zell im Jahre 1222 die Stadtrechte die den Stadt-Status bis heute rechtfertigen. Im Mittelalter wurden auch die Stadtmauer mit den drei Stadttoren fertiggestellt. In der späteren Entwicklung ließ Kurfürst Richard von Greiffenklau das bis heute wohl reizvollste Gebäude der Stadt, das Schloss, errichten.
Vernichtende Brände in den Jahren 1848 und 1857 richteten große Schäden an der Bausubstanz der Stadt an. Erhalten blieben nur Teile der mittelalterlichen Stadt, Erneuerungen wie breitere Straßen verliehen Zell sein jetziges Erscheinungsbild.

Mittelpunkt der heutigen Stadt ist ganz sicher der kleine Marktplatz. Hier findet man das Markenzeichen der Stadt, den Zeller "Schwarze-Katz-Brunnen", das sicher ein Muss für alle Touristen ist. Angrenzende Weinstuben laden zu jeder Jahreszeit zum Verweilen ein. Ein ganz besonderes Highlight ist sicher auch das Schwarze-Katz-Weinfest, das traditionell am 3. Wochenende im Juni ausgerichtet wird.

Stadtteil Merl

erl hat 1969 mit der Eingemeindung in die Stadt Zell-Mosel seine Eigenständigkeit verloren. Doch die Ursprünge der Gemeinde lassen sich bis ins Jahr 782 zurück verfolgen, als Merl (als Merila) zum ersten Mal erwähnt wurde.
Typisch für den Ort ist seine langgezogene Erstreckung entlang der Mosel. Dies ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, das Merl aus vielen eigenständigen Teilen entstanden ist, die allmählich zusammengewachsen sind.

Schon viele Adelsfamilien ließen sich in Merl nieder, wovon noch heute prächtige Bauten, Türme und Kirchen zeugen.
So hat ein Rittergeschlecht schon im Mittelalter die Rieslingrebe im Ort angebaut. Als "Merl-Riesling" wurde er an Mosel und Rhein weit verbreitet.
Diese Tradition fortführend streben wir auch heute eine hohe Qualität unserer Weine an, wovon viele einheimische Weingüter zeugen, die längst nationales und internationales Ansehen erreicht haben.

 

Panoramablick auf die Stadt Zell mit Blick auf den "runden Turm" der ehemaligen Stadtbefestigung

Ansicht auf Merl mit Blick auf den romanischen Turm der ehemaligen Kirche St. Michael




Tradition des Familienbetriebes

 

Angespornt von dieser Phillosophie bewirtschaften schon Generationen die Weinberge unseres Familienbetriebes mit dem Ziel unsere Kunden mit qualitativ hochwertigen Erzeugnissen zufrieden zu stellen.

Unser Weingut lässt sich bis auf das Jahr 1761 zurückdatieren. Wissen und Können wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Mit Leidenschaft und Wein im Zentrum des Schaffens vergrößerte sich Weingut und Kundenstamm stetig.
Die Tradition fortführend überlieferte mein Vater Rolf Scheid, der 19.. als Winzermeister das Weingut im Haupterwerb übernahm, das Wissen unserer Vorfahren, das durch neueste Techniken ergänzt, die einzigartigen Weine entstehen lässt.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen zeugen von der Qualität die unsere Spitzenweine zu bieten haben.
Schon die alten Römer wussten um die Vorzüge der mineralischen Schieferböden der Mosel. Doch nur durch Können des Winzers, verbunden mit einem richtigen Händchen, findet die Traube ihre Vollendung in Form seines einzigartigen Weines.
Und so ist es unser Anliegen, Ihnen die Möglichkeit zu geben unsere vollmundigen Weine, zum Teil in Eichenfässern ausgereift, zu genießen.

Wir freuen uns auf Sie

     

Verschiedene Ansichten der Mosel aus unseren Weinbergen



Von der Traube zum Wein

Der Beruf des Winzers umfasst nicht nur die Tätigkeit der Weinlese und der sich daran anschließenden Weinherstellung, sondern um die Qualität des der Traube und damit auch des daraus hergestellten vollmundigen Getränks zu sichern ist es wichtig, die während des gesamten Jahres anfallenden Tätigkeiten mit Leidenschaft und größter Sorgfalt auszuführen.

Die zum Weinbau eingesetzte Weinrebe ist ein Lianen-Gewächs mit großem "Wuchsdrang", da es als Wildpflanze in Urzeiten mit den wesentlich größeren Bäume um die energiespendende Kraft, das Sonnenlicht, kämpfen musste. Heute ist die Rebe längst zur Kulturpflanze gezüchtet worden. Um die Rebe gesund zu halten muss man den Wuchs bändigen, was allerlei Arbeit während des ganzen Jahres erfordert:

bis Ende April:

Bevor die Reben beginnen auszutreiben müssen sie geschnitten werden um den Wuchs vor dem Austreiben zu bändigen. Anschließend müssen sie gebunden werden.Dazu werden zwei Ruten stehen gelassen und zu einer Art "Herz" am Holzpfahl mit Weiden oder Bast befestigt.
Einige andere Arbeiten wie Hechseln der Stöcke, die als Dünger verwendet werden, oder Pflügen werden anschließend verrichtet.

bis Ende Juni:

Ab Mai beginnen die Triebe Blüten auszubilden, die Rebblüte setzt ein. Dies ist ein ganz entscheidender Moment, denn allein die Natur bestimmt den späteren Verlauf der Ernte. Bei warmen Wetter können die Blüten leicht bestäubt werden und viele Trauben reifen heran. Bei naßkaltem Wetter jedoch fallen viele Blüten unbefruchtet herab, die Ernte ist ungewiss.

Ab Juli:

Im Juli dann, muss der Winzer die wuchernden Reben nocheinmal beschneiden. Nun haben sich schon Ansätze der reifenden Trauben gebildet. Das Wachstum des Weinstocks neigt sich dem Ende zu, die Frücht wachsen heran.
Im August hilft warmes sonniges Wetter den Reben reichlich Nährstoffe zu bilden, die dann für das nächst Jahr eingelagert werden. Dies erhöht die Fruchtbarkeit.

September bis Oktober:

Nun ist es Zeit, die Trauben sind ausgereift, für die traditionelle Weinernte, die durch die Steilhänge der Mosel bedingt, in Handarbeit ausgeführt wird. Viele Helfer sind mit Leidenschaft über viele Wochen hinweg eifrig bei der Sache um qualitativ hochwertige Erzeugnisse zu liefern. Wie das weitere Vorgehen bis zum fertigen Wein abläuft verdeutlicht das unten stehende Schaubild.

A: Die Trauben werden zunächst gequetscht .

B: Die so entstandene Maische wird dann durch die Traubenpresse geleitet, die den Saft herauslöst.

C: Nun wird der Saft (Most) in einen Fermentierungsbehälter geleitet, wo er bis zu zwei Wochen bleibt, während zugesetzte Hefe den Traubenzucker allmählich in Alkohol umwandelt.

D: der jetzt entstandene Wein wird in Fässer (zum Teil Eichenfässer) umgeleitet, wo er weiter fermentiert und altert.

E: Während des Alterns setzen sich Rückstände als Bodensatz ab, deshalb wird der Wein nochmals in saubere Fässer umgefüllt.

F: Anschließend wird er mit bestimmten mechanischen Geräten auf Flaschen gezogen, in denen er bis zum Weingenuss lagert.




Weinprobe in unserem Weinkeller

In unserem rustikalen Weinkeller lagern unsere Flaschenweine liegend um sie vor Tageslicht zu schützen.
Dabei ist darauf zu achten, dass der Korkboden vollständig von Wein bedeckt ist.
Moselweine werden bei einer Temperatur von durchschnittlich 10 °C aufbewahrt, starke Temperaturschwankungen sind dabei schädlich.

Weinproben:

Natürlich haben auch Sie die Möglichkeit unsere ausschließlich aus eigener Erzeugung stammenden Spitzenweine direkt vor Ort zu verkosten. Dazu dient unsere traditionell eingerichtete Probierstube.
Größere Gruppen bis ca. 50 Personen erhalten auch die Möglichkeit direkt im Weinkeller die Probe durchzuführen.
Besonders geeignet für Weinproben sind die Monate Dezember bis April, da in dieser Zeit die einmalige Möglichkeit besteht, die Weine des letzten Jahrgangs direkt aus Eichenfässern zu verkosten.

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